Rupan hat eine Vision. Und mehr: neue, konkrete Ideen, wie diese Wirklichkeit werden kann.

Verbindliche Vielfalt - Sprache verbindet
Sprache ist ein Schlüssel zur Integration. Alle Menschen, die sich dauerhaft in der Schweiz niederlassen, sollen sich in einer Ortssprache ausdrücken können. Das schafft die Basis, um eigene Lebensziele im schulischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Bereich zu verwirklichen. Und die Erfahrungen in unseren Nachbarländern zeigen: Verbindlichkeit ist machbar und sinnvoll. Denn nur wer sich verständigen kann, lebt wirklich zusammen. Gleichzeitig soll ein Anti-Diskriminierungsgesetz ausgebaut werden, damit das Einwanderungsland Schweiz zusammengehalten wird.

Endlich Lohngleichheit
Frauen verdienen immer noch 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Seit 34 Jahren ist in der Bundesverfassung verankert, dass Frauen und Männer Anspruch auf den gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit haben. Leider ist die Realität immer noch anders. Als Mann fühle ich mich nicht wohl, wenn wir falsch privilegiert werden. Dagegen brauchen wir dringend Massnahmen.

Eine soziale Alterspolitik
Die Lebenserwartung der Schweizer Bevölkerung hat sich in den letzten hundert Jahren fast verdoppelt. Umso wichtiger ist es, dass ältere Menschen so lange wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dazu braucht es neue, altersgerechte Wohnformen, die so vielfältig sind wie die Lebenssituationen älterer Menschen. Handeln wir solidarisch – und auch intergenerationell.


Menschenrechte
„Für das Leben - gegen die Todesstrafe“ Die Todesstrafe ist unmenschlich, unwiderruflich und zudem unwirksam: Unmenschlich, weil Gerechtigkeit mit der Tötung eines Menschen nichts gemein hat und weil die Todesstrafe dem Grundrecht auf Leben widerspricht. Unwiderruflich, weil bei erfolgter Vollstreckung eines Urteils keine Möglichkeit auf Begnadigung oder Resozialisierung besteht, selbst wenn sich im Nachhinein die Unschuld eines Verurteilten erweist. Unwirksam, weil sich kein Zusammenhang zwischen der Verhängung von Todesurteilen und einem Rückgang der riminalitätsraten finden lässt. Eine abschreckende Wirkung lässt sich also nicht belegen. Todesstrafe in Zug – Todesstrafe schweizweit 1939 wurde im Hof der Strafanstalt von Zug der letzte Mensch hingerichtet: für den verurteilten Paul Irniger kam die Einführung eines neuen schweizerischen Strafgesetzes zu spät. 1938 stimmte das Volk einer Abschaffung der Todesstrafe zu – 1942 trat das neue Gesetz schliesslich in Kraft.

Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe

Dass internationale Solidaritätsaktionen grosse Wirkung haben, zeigt nicht zuletzt die sinkende Anzahl an Todesurteilen und Hinrichtungen weltweit. Die internationale Städteinitiative „cities for life – cities against the death penalty“ wurde 2002 von der katholischen Laienbewegung Sant´Egidio in Rom gegründet: deren Grundidee ist es, zentrale Gebäude jährlich im Gedenken an den 30. November 1786 speziell zu beleuchten. Damals schaffte das Grossherzogtum Toskana als erstes Land der Welt die Todesstrafe ab. Im Rahmen des Jahrestages können neben der Beleuchtung eines Gebäudes auch Mahnwachen in Zusammenarbeit mit kirchlichen Gruppierungen oder Menschenrechtsorganisationen gehalten werden. In der Schweiz beteiligen sich bereits Städte wie Genf, Lugano, Locarno, Nyon, Frick, Klingnau, Windisch oder Basel an der internationalen Städteinitiative.

Rupan fordert in einem Postulat an den Zuger Stadtrat die Teilnahme von Zug an der Städteinitiative „cities for life – cities against the death penalty“. Damit gegen die unmenschliche, unwiderrufliche und zudem unwirksame Praxis der Todesstrafe ein Zeichen der Humanität gesetzt werden kann. Somit reiht sich Zug als Wirtschaftsstandort von internationaler Bedeutung in die Reihe von Städten wie Rom, Barcelona, Paris oder Brüssel ein, die bereits Mitglieder der Städteinitiative sind. Das Postulat finden Sie hier.

Symbolische Beleuchtungsaktion am Zuger Zytturm

(Seit 30. November 2007) Am Abend des 30. November wurde der Zytturm in Zug durch Lichtkünstler speziell beleuchtet. In Zusammenarbeit mit Organisationen wie Amnesty International Zug oder dem christlichen Verein ACAT machten die Veranstalter auf die weltweite, unmenschliche Praxis der Todesstrafe aufmerksam. Bilder